Dolphins Wien mit erstem Sieg in der Meisterschaft

Wien siegte erstmals in dieser Runde, gegen Oberösterreich setzte es trotzdem eine klare Niederlage Wien siegte erstmals in dieser Runde, gegen Oberösterreich setzte es trotzdem eine klare Niederlage Bildquelle: Hannes Kaufmann/rollstuhlbasketball.at

Die ABSV LoFric Dolphins Wien haben in der fünften Runde in Klosterneuburg ihren ersten Sieg erreicht. Gegen die Flink Stones II schafften sie einen hart umkämpften 44:42 Sieg und halten damit punktegleich mit den Steirern derzeit Platz 6 in der Tabelle. Die besten Karten im Kampf um Platz 4 in der Meisterschaft haben derzeit die Rebound Warriors, die sich ihrerseits klar mit 61:46 gegen die Hauptstädter durchsetzen konnten. Ligaprimus Niederösterreich gab sich vor dem Heimpublikum keine Blöße und fuhr zwei klare Siege gegen Pardubice (98:30) und diie Rebound Warriors (101:27) ein. Die nächste Runde findet in Oberösterreich nach der Weihnachtspause am 28. Jänner statt.

ABSV LoFric Dolphins Wien – Flink Stones II 44:42 (24:17)
Das einzige Team ohne Sieg in der laufenden Meisterschaft – die Dolphins aus Wien – mussten am heutigen Spieltag noch ihren Topscorer Hubert Hager vorgeben, für das Zweier-Team der Flink Stones war also alles angerichtet, müsste man meinen. Grundner eröffnete auf Seiten der Steirer den doch etwas verhaltenen Korbreigen der Partie, Kapitän Loisinger und Farkasz antworteten prompt. Das Spiel war von vielen Fehlwürfen und Ballverlusten geprägt, weshalb auch über 3 Minuten im ersten Viertel keine Änderung am Spielstand zu bemerken war. Mit 13:8 für die Flink Stones II ging es in die Viertelpause. Zu Beginn des zweiten Viertels dann der Einbruch bei den Steirern, ihnen gelangen in diesem Spielabschnitt lediglich 4 Punkte, was die Wiener zu diesem Zeitpunkt gekonnt auszunutzen wussten, um ihrerseits erstmalig die Führung zu übernehmen und das Spiel zu drehen. Beim Stand von 24:17 zugunsten der Hauptstädter erklang die Sirene zur Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel besannen sich die Flink Stones wieder etwas ob ihrer Stärken, kämpften sich mit drei Körben in Folge zurück und kamen wieder bis auf einen Punkt an die Dolphins heran (32:31). Doch gleich zu Beginn ein Spiegelbild des zweiten Viertels, die Wiener waren durch Trifunovic, Farkas, Loisinger erfolgreich und schafften in Minute 34 wieder den nötigen Respektabstand (38:31). Die fehlende Treffsicherheit bei den Freiwürfen verhinderte, dass sich die Flink Stones II postwendend wieder die Führung holten. Zwei Minuten vor Schluss musste Kapitän Loisinger bei den Wienern mit dem fünften Foul das Parkett verlassen, die Flink Stones schafften 30 Sekunden vor Schluss noch den Anschluss zum 42:44 und hatten durch Kopp mit der Schlusssirene auch noch die Möglichkeit zum Ausgleich – der Wurf verfehlte aber sein Ziel und somit war der erste Sieg der Dolphins in der laufenden Meisterschaft besiegelt.

Sitting Bulls – Pardubice 98:30 (52:11)
Beim zweiten Spiel des Tages trafen die zu favorisierenden Sitting Bulls auf den tschechischen Vertreter aus Pardubice. Das immer sehr aggressiv agierende und schnell spielende Team schien gegen den amtierenden Meister aus Klosterneuburg besonders motiviert zu sein. Erwartungsgemäß startete die Party mit viel Druck von beiden Seiten. Pardubice konnte die ersten Punkte anschreiben, ehe der Bullenmotor zu laufen begann. Die beiden Punktegaranten Adam Erben und Mehmet Hayirli ließen auch in diesem Spiel nicht lange auf Punkte warten.  Die Klosterneuburger zeigten eine geschlossen gute Mannschaftsleistung sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive. Die ersten beiden Viertel gingen klar mit 27:6 und 25:5 an die Hausherren und markierten einen beeindruckenden Halbzeitstand von 52:11. Damit bewiesen sie wieder einmal die Vormachtstellung, die sie zurzeit in der Liga haben. Da Lukas Sembera verletzungsbedingt längere Zeit ausfällt, musste der ehemalige Bulls-Kapitän Martin Riedl wieder mal seine Leistung abrufen. Auch Ali Faisal bekam dadurch mehr Spielzeit, die dem Jung-Bullen sicherlich guttut, um ihn auf höhere Aufgaben in der Euroleague vorzubereiten. Nach einer ähnlich starken zweiten Spielhälfte konnte die Hundertermarke nicht mehr geknackt werden. Die starke und kämpferische Partie der Bulls gegen Pardubice endete mit 98:30.

Rebound Warriors – ABSV LoFric Dolphins Wien 61:46 (36:20)
Die Dolphins Wien hatten den ersten Sieg in der Tasche – und rechneten sich natürlich auch gegen die Oberösterreicher Chancen aus. Sie begannen auch gut, Loisinger, Pavlovic und Farkas waren für eine 12:6 Führung in der siebenten Minute verantwortlich, doch Spielertrainer Höglinger und Auer holten sich die Führung zugunsten der Oberösterreicher bis zur Viertelpause beim Stand von 14:12 zurück. Drei schnelle Körbe im zweiten Spielabschnitt ließen den Vorsprung anschwellen und damit die Chancen der Wiener schwinden. Sie bekamen Höglinger nicht richtig in den Griff, der es auf beachtliche 31 Punkte brachte und zu jeder Phase des Spieles auch dafür verantwortlich war, dass sich der Vorsprung der Rebound Warriors immer mehr vergrößerte. Letztendlich war es mit 61:46 dann doch ein deutliches Ergebnis für die Oberösterreicher, die damit den vierten Tabellenplatz mit Respektabstand sicherstellen konnten.

Flink Stones II – WBS Pardubice 65:72 (33:33)
Die Flink Stones II, heute bereits von Wien knapp geschlagen, waren im Spiel gegen Pardubice auf Wiedergutmachung aus. Coach Edler setzte vom Beginn an auf Goldgruber – und das sollte sich auch bewähren. 11 der ersten 21 Punkte gingen auf das Konto des Steirers, damit war er nicht unbeteiligt an der 21:19-Führung nach den ersten 10 Minuten. Auch in Spielabschnitt 2 matchten sich die beiden Teams, die Führung wechselte mehrmals bis der Pausenstand von 33:33 fixiert wurde. Während das Spiel der Steirer größtenteils vom Erfolg von Goldgruber abhängig war, der auch mit 31 Punkten Topscorer wurde, waren es bei den Tschechen mit Sperk, Menc und Nevecny gleich drei Spieler, die über 20 Punkten am Scoreboard anschreiben konnten. Dies wirkte sich speziell nach der großen Pause aus, nach der die Flink Stones II etwas an Boden zu Pardubice verloren. Trotzdem kämpfte sich das Zweierteam der Steirer tapfer durch das Spiel – der Spielstand von 47:52 nach 30 Minuten ließ noch auf einen Sieg hoffen. Doch gerade in dieser Phase des Spiels machte sich die mannschaftliche Geschlossenheit bei den Tschechen bemerkbar, zwischenzeitlich schwoll der Vorsprung 5 Minuten vor Schluss auf bis zu 13 Punkte an. Auch ein letzter starker Endspurt konnte nicht die zweite Niederlage für die Steirer an diesem Tag verhindern, die 65:72 endete.

Rebound Warriors – Sitting Bulls 27:101 (17:52)
Beim zweiten Heimspiel der Sitting Bulls und letzten Spiel des Kalenderjahres waren die Rebound Warriors aus Oberösterreich zu Gast. Diese wurden wieder durch Spielmacher und Kapitän Alexander Höglinger aufs Feld geführt. Nach dem Gewinn des Hochballs für die Bulls startete das Spiel wie erwartet mit viel Druck in Richtung Korb der Gäste. Gleich zu Beginn wurde mit einer abwechselnden Man-to-Man und Zonenpresse gezeigt, wer der Herr im Haus ist. Die erste Hälfte ging mit 17:52 klar an die Gastgeber. Im dritten Viertel drehten die Hausherren noch mal ordentlich auf und beendeten diesen Run mit 3:31. In den letzten 10 Minuten wurde das Tempo etwas zurückgeschraubt, je näher die 100 Punkte-Marke kam. Nach einigen Fehlwürfen fixierte Mehmet Hayirli den 27:101 Endstand. Alle mitgereisten Bulls konnten sich in die Punkteliste eintragen, das zeigt die Ausgeglichenheit des amtierenden Meisters.

Hannes Kaufmann
Von den Spielen der Sitting Bulls berichtete Philipp Hochenburger

 

Letzte Änderung am Freitag, 23 Dezember 2016 01:57

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