Sitting Bulls und Pardubice stehen im Finale der österr. Liga

Das Finale um den Gewinn der österreichischen Liga steht fest: Sitting Bulls gegen Pardubice. Dass sich die Bulls beim Semifinale in Tulln gegen das Zweier-Team der Flink Stones durchsetzen, war ja wohl jedem Realisten klar - für die Überraschung sorgte jedoch Pardubice. Gerade im richtigen Moment waren die Tschechen, die in dieser Saison je nach Besetzung einerseits Kantersiege lieferten, andererseits auch gegen den Letzten der Liga verlieren konnten, mit ihrem bestem Team angetreten und gewannen gegen die Flink Stones I alle beiden Spiele. Damit steht auch fest, dass die Sitting Bulls österreichischer Meister sind, nachdem Pardubice zwar die Liga noch gewinnen kann, nicht aber den österreichischen Meisertitel. Den Platz 3 fechten sich die beiden Flink Stones Mannschaften aus.

 

1.    Semifinale, Spiel 1: Sitting Bulls - Flink Stones 2  91:24 (45:10)
Im ersten Halbfinalspiel der Best of 2 Serie trafen die erstplatzierten Sitting Bulls auf die viertplatzierten Flink Stones 2. Die Steirer Mannschaft musste an diesem Wochenende mit einer Rumpftruppe gegen die Sitting Bulls antreten, der Favorit war demnach ganz klar das Team aus Niederösterreich, welche auch nur einen Ersatzspieler auf der Bank hatten. Gleich zu Beginn zeigten die Bulls wer das dominante Team am Platz ist. Doch auch die Routiniers der Steirer konnten immer wieder mit Distanzwürfen Punkte vermerken. Mit einem Halbzeitstand von 45:10 war jedoch schon vorzeitig klar, wer das erste Match für sich entscheiden würde.
Ali Naqqash hatte zudem das erste Mal die Möglichkeit, die gesamte Spieldauer auf dem Court zu sein. Nach einer souveränen 2. Hälfte gewannen die Bulls mit 91:24.

2.    Semifinale, Spiel 1: Flink Stones 1 – WBS Pardubice 56:84 (23:52)
Pardubice verlor am 9. Spieltag noch gegen die Flink Stones 2 – ganz anders rollten sie aber im Hinspiel der zweiten Semifinalpaarung aufs Parkett. Angeführt von Topscorer Lukas Hartig boten die Tschechen dem Tabellenzweiten von Beginn an Paroli. Nicht nur das, der schnelle Sperk und Center Hartig waren für 21 der 23 getroffenen Punkte von Pardubice im ersten Viertel gut. Die Steirer hatten sich das Semifinale sicherlich etwas anders vorgestellt. Zur ersten kleinen Pause beim Stand von 23:17 keimte noch ein wenig Hoffnung bei den Flink Stones, die jedoch spätestens in Minute 14 nach einem 9:0 Run durch eben diese beiden Tschechen erstickt wurde. Coach. Die Steirer, die von Edler in Vertretung des abwesenden Trainers Goldgruber gecoacht wurden, mussten auch noch auf Scherling verzichten. Dementsprechend gewann Pardubice im Verlauf des Spieles immer mehr die Oberhand, der Stand von 57:23 zur großen Pause brachte das sichtlich gut zum Ausdruck. In Hälfte zwei nahmen die Tschechen etwas das Tempo zurück, bevor im Schlussviertel der Express in Person von Hartig, der 18 seiner insgesamt 56 Punkte in diesem Abschnitt scorte, wieder Fahrt aufnahm. Der Endstand von 84:56 war für das Einserteam der Stones eine ordentliche Hypothek für das Rückspiel.

Spiel um Platz 5, Spiel 1: Rebound Warriors – ABSV LoFric Dolphins Wien  60:80 (34:38)
Spielertrainer Höglinger erzielte die ersten 5 Punkte für seine Oberösterreicher, Auer setzte noch 2 drauf, bevor die Wiener durch Hager und Loisinger beim Stand von 0:7 aus ihrer Sicht die Aufholjagd begannen und sich mit 14:11 in Minute 5 erstmals absetzen konnten. Alleine Höglinger hielt dagegen, glich abermals aus – doch die letzten 4 Minuten des ersten Spielabschnittes gehörten den Dolphins – sie setzten sich bereits mit 27:16 nach 10 Minuten entscheidend ab. Im zweiten Viertel dann das entgegengesetzte Bild: Zur großen Pause hin kamen die Rebound Warriors wieder näher ran, verkürzten durch Auer auf 38:34 und konnten wieder hoffen, das Spiel nicht leichtfertig aus der Hand zu geben. In Halbzeit zwei machte sich jedoch der ausgeglichenere Kader der Hauptstädter bemerkbar, sie setzten sich Punkt für Punkt ab – am Ende doch ein klarer 80:60 Sieg für die Dolphins aus Wien. Der junge Hubert Hager war mit 31 Punkten auf Seiten der Wiener Topscorer, dem gegenüber stand Spielertrainer Höglinger mit 36 Punkten.

1.    Semifinale, Spiel 2: Flink Stones 2 – Sitting Bulls  18:95 (8:52)
Das zweite Halbfinalspiel verlief ähnlich wie das erste. Besonders in der ersten Halbzeit ließen die Sitting Bulls nichts anbrennen. Man fand immer wieder den Weg unter den gegnerischen Korb und in der eigenen Defense ließ man kaum einen freien Raum für den Gegner. Dies führte gegen Ende des ersten Viertels zu einem 22:0 Run für die Niederösterreicher. Zur Halbzeit war der Stand mit 52:8 eine Eindeutige Vorentscheidung. Ein weiterer 18:0 Run kurz vor Ende brachte einen Endstand von 18:95 und somit einen höchstverdienten Einzug ins Finale der österreichischen Meisterschaft. Da überraschend Pardubice einen Sieg gegen die Flink Stones 1 erzielen konnte treffen die Bulls im Finale auf die Mannschaft aus Tschechien.

2.    Semifinale, Spiel 2: WBS Pardubice – Flink Stones 1  66:59 (39:24)
Um den Rückstand aus Spiel 1 mit 28 Punkten aufzuholen, legten die Flink Stones 1 los und gingen schnell mit 8:0 in Führung. Doch Pardubice ließ nicht lange auf sich warten, holte sich in Minute 8 erstmals die Führung und war mit 5 Punkten nach 10 Minuten in Front. Bereits ab Minute 13 war die Gegenwehr der Steirer endgültig gebrochen, Pardubice legte mit einem 18:0 Run den Grundstein für den zweiten Sieg und damit für den Einzug ins Finale der Liga. Auch in Hälfte zwei schafften es die Flink Stones nicht mehr, entscheidend heranzukommen und verloren so auch das Rückspiel 59:66. Vojic war mit 33 Punkten erfolgreichster Werfer der Steirer, Hartig abermals für Pardubice mit 38 Punkten. Damit konnten sich die Tschechen erstmals seit ihrem Antreten für ein Ligafinale qualifizieren.

 

Letzte Änderung am Dienstag, 23 Mai 2017 23:31

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