Sitting Bulls gewinnen die Meisterschaft und setzen sich im Finale der Liga klar gegen Pardubice durch

Die Sitting Bulls konnten ihren Meistertitel erfolgreich verteidigen. Die Sitting Bulls konnten ihren Meistertitel erfolgreich verteidigen. Bildquelle: Astrid Berger

Die Sitting Bulls gewinnen bei der Finalrunde in Graz nach dem 13. Meistertitel auch die österreichische Liga. Sie setzten sich klar in zwei Spielen gegen Pardubice durch, die aber nicht mit ihrem stärksten Team antraten. Platz 3 geht an die Flink Stones 1, die damit auch Vizemeister sind. Die Flink Stones 2 belegen den vierten Platz vor den Dolphins Wien und den Rebound Warriors. Zum MVP der Basketballsaison 2016/17 wurde Mehmet Hayirli von den Sitting Bulls gewählt.

 

Kleines Finale, Spiel 1: Flink Stones I – Flink Stones II 66:31 (24:13)
Eines vorweg genommen: Im österreichischen Rollstuhlbasketball hat es schon spannendere Finalrunden gegeben. Bereits im rein steirischen Duell um Platz 3 waren eigentlich von Beginn an die Weichen für das Einserteam der Flink Stones gestellt.  Mit Edler, Kontsch, Penz, Scherling und Zorec ging es los, die Flink Stones 2 rollten mit Schmerlaib, Kopp, Grundner, Steiner und Vukovic aufs Parkett. Ein überaus motivierter Grundner brachte die Flink Stones 2 in Führung, Scherling glich postwendend aus, worauf Kopp in Minute 3 mit 4:2 die letzte Führung für sein Team in diesem Spiel erzielen sollte. Ab diesem Zeitpunkt merkte man die Überlegenheit der Stones 1, obwohl diese auch nur mit 5 Spieler zur Finalrunde angetreten waren. Nach 10 Minuten war das Kräfteverhältnis mit 12:5 erstmals einigermaßen hergestellt, spätestens beim 24:13 zur großen Pause nach einer eher zähen ersten Halbzeit wurde dieses bestätigt. Ab der ersten Minute der zweiten Hälfte war das Einserteam präsent, vergrößerte mit einem 8:0 Run den Vorsprung immens, bevor der routinierte Grundner in Minute 26 den ersten Korb für den Gegner in diesem Spielabschnitt erzielen konnte. Im Schlussviertel war der Bann dann endgültig gebrochen, die körperlich um einiges stärker agierenden Flink Stones 1 hielten in den letzten 10 Minuten mit einem Score von 24:8 den kleinen Bruder auf Distanz. Scherling erzielte im Schlussviertel 14 Punkte, mit insgesamt 24 Punkte wurde er Topscorer der Partie, die letztendlich klar mit 66:31 an die Flink Stones 1 ging. 

Finale, Spiel 1: Sitting Bulls – Pardubice 78:16 (49:4)
Die Sitting Bulls waren gespannt auf das Team aus Pardubice, das völlig überraschend im Semifinale die Flink Stones 1 in zwei Spielen klar in die Schranken gewiesen hatte. Dementsprechend war die Enttäuschung auch sehr groß, als die Tschechen ohne Hartig, Sperk und Nevecny antraten und die Liga damit schon vor Beginn der beiden Partien entschieden war. Die Motivation für die Niederösterreicher war damit auch aus der Halle entschwunden, obwohl sie im Spiel doch sehr souverän agierten. An Langeweile kaum zu überbieten, war das sprichwörtliche „Bummerl“ im ersten Viertel perfekt, als bei der ersten Pausensirene der Stand von 23:0 an der Anzeigetafel aufleuchtete. Eine Unachtsamkeit in der Defensive der Sitting Bulls nutzte Dvorak, um die ersten Punkte für Pardubice in Minute 11 zu erzielen. Danach aber wieder das selbe Bild: Die Niederösterreicher zogen beliebig ihr Spiel auf, alle 9 Spieler durften im Laufe des Matches scoren. 49:4 zur Halbzeit – kaum jemand kann sich erinnern, dass ein Finale um die österreichische Meisterschaft so klar ausgegangen war. Die Bulls gingen in Halbzeit zwei etwas vom Gas, was aber den klaren Ausgang des Spiels nicht mehr beeinflussen konnte. Am Ende war ein 78:16 Sieg an der Anzeigetafel abzulesen.

Kleines Finale, Spiel 2: Flink Stones II – Flink Stones I 32:73 (16:36)
Die Stones 2 mussten Steiner vorgeben, Goldgruber stieg nicht nur als Trainer, sondern in dieser Partie auch als Spieler ins Geschehen ein. Er sorgte mit 6 der ersten 8 Punkte dafür, dass der Abstand halbwegs in Grenzen gehalten wurde (18:8 nach 10 Minuten). 18:8 – das waren dann auch die Punkte im zweiten Viertel – und Goldgruber erzielte wieder 6 der 8 Punkte für das Zweierteam der Steirer. Nach 29 Minuten war dann aber auch Schluss für Goldgruber, nachdem er mit seinem fünften persönlichen Foul vom Schiedsrichter des Parketts verwiesen wurde. Mit nur 4 Spielern wurde daher das Match zu Ende gespielt,, die Flink Stones 1 mussten sich daher noch weniger anstrengen, um zum Ende den Stand von 73:32 zu ihren Gunsten zu fixieren.

Spiel um Platz 5, Spiel 1: Dolphins Wien – Rebound Warriors 66:28 (36:9)
Die Rebound Warriors hatten einen Rückstand aus dem Hinspiel von 20 Punkten aufzuholen, was einer Mammutaufgabe glich, zumal die Oberösterreicher ohne Auer angereist waren. Die Hauptstädter legten mit dem jungen Hager mit zwei Körben in Folge los, bevor Höglinger den ersten und einzigen Korb im ersten Spielabschnitt für die Rebound Warriors erzielen konnte. 16:2 sprachen eine deutliche Sprache und waren auch bereits richtungsgebend für einen sicheren Sieg der Dolphins Wien. Hager läutete den Korbreigen für die Wiener auch im zweiten Viertel ein, der mit 20 Punkten recht erfolgreich ausfiel. Höglinger versuchte zwar immer wieder fast im Alleingang, für sein Team zu Punkten zu kommen – dies gelang aber nur mit mäßigem Erfolg. Beim Stand von 36:9 ertönte das Pausensignal zur Halbzeit. Für die Wiener scorten immerhin 6 Spieler, drei davon (Hager 22, Loisinger 14, Trifunovic 14) zweistellig. Aber auch die Hauptstädter zeigten Schwächen, eine davon war die Freiwurfquote, die mit 0% (0 von 6) eher mager ausfiel. Trotzdem reichte es zum klaren 66:28 Sieg und damit zum fünften Gesamtrang für die ABSV LoFric Dolphins Wien.

Finale, Spiel 2: Pardubice – Sitting Bulls 28:87 (12:36)
Das Rückspiel um den Titelgewinn der Liga war fast ein Spiegelbild des Hinspiels – es wurde aber auch nichts Anderes erwartet. Schnell zog der Bulls-Express auf 14:0 davon, Spielertrainer Menc hielt für die Tschechen etwas dagegen, was jedoch nur Ergebniskosmetik bedeutete. Bei den Sitting Bulls durften sich alle 8 Spieler in die Scorerliste eintragen. Spätestens beim 36:12 zur Halbzeit sehnten alle schon die Schlusssirene herbei, nachdem den Niederösterreichern nach dem Meistertitel auch der Ligagewinn nicht mehr zu nehmen war. Die längste Durststrecke für Pardubice wartete aber noch in Viertel 3, als die Bullen von Minute 20 bis 27 18 Punkte einnetzten und erst danach Polacek zu den ersten beiden Punkten für Pardubice kam. Eine klare Angelegenheit war auch dieses Spiel, der Endstand von 28:87 bedeutete für die Tschechen jedenfalls den zweiten Platz in der Liga. Der Meistertitel und auch der Ligasieg geht damit wie in den letzten Jahren an die Sitting Bulls.

Letzte Änderung am Sonntag, 11 Juni 2017 22:55

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